„Kein Monarch ist so groß, und kein Hohepriester so heilig, daß er, kraft seiner Majestät oder Heiligkeit, Ungereimtheiten sagen oder thun dürfte, ohne daß es erlaubt wäre, – sollte es auch erst nach seinem Tode geschehen – mit aller geziemenden Höflichkeit zu zeigen, daß die Ungereimtheiten, die er gesagt oder gethan hat, Ungereimtheiten sind.“

(Christoph Martin Wieland „Ueber den freien Gebrauch der Vernunft in Glaubenssachen“ (1788), Sämmtliche Werke, Band 30, S.13)