Kennt jemand Heinrich Manns „Die Armen“? Nein? Kein Wunder!

Der als zweiter Teil der Kaiserreich-Trilogie veröffentlichte Roman hält dem Vergleich mit dem ersten Teil – „Der Untertan“ – keineswegs stand. Die Handlung ist streckenweise verwirrend (falls überhaupt Handlung erkennbar ist). Die Protagonisten sind stereotyp und langweilig. Manche Abschnitte  kamen mir wie proletarisch-politische Pamphlete vor.

Es war wirklich keine Freude den Roman zu lesen. In der von mir gelesenen Ausgabe sind im Anhang ein Brief von Hesse und einer von Schnitzler enthalten, die Mann auf die Schwachstellen des Romans hinweisen (wenn auch sehr vorsichtig). Er hätte auf sie hören sollen.

Ich schaue nun nicht sehr optimistisch in Richtung des dritten Teiles – „Der Kopf“.