Ich lese gerade „Übers Eis“ von Peter Kurzeck. Der Stil des Buches hat was Getriebenes. Kurze Hauptsätze. Oft fehlen die (Hilfs)Verben. Man gewöhnt sich im Laufe der Lektüre daran, und es zeigt sich, daß der Inhalt mit dieser Form gut korrespondiert.

Die Frage ist nur, warum Rezensenten, Kritiker, etc., sobald ein Autor von der Schulgrammatik abweicht, sofort den Vergleich mit Joyce und Schmidt bemühen. Gibt es keine andere vergleichbare Literatur? Sind die Rezensenten beschränkt und kennen niemand anderen als Joyce und Schmidt?  Sind die Leser beschränkt, und die Rezensenten wollen diese nicht überfordern?

Kurzeck ist nicht der erste Autor, bei dem mir diese Joyce-Schmidt-Keule auffällt. Aber so langsam nervt es!

Bitte, werte Rezensenten und Kritiker, seit kreativer und haltet Eure Leser nicht für dumm.