Juni 2017


Gegenwärtig lese ich Der Gallische Krieg: Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk“ von Markus Schauer. Da ich keinen Latein-Unterricht hatte, musste/durfte ich mich nie näher mit Caesars „Bellum Gallicum“ auseinandersetzen. Doch macht mir diese gegenwärtige Lektüre große Lust, es doch mal mit dem ollen Caesar zu versuchen (natürlich in einer Übersetzung). Schauer analysiert sehr detailliert Caesars Werk bezüglich der Gattungsgeschichte, des Aufbaus, der angestrebten Wirkung und der dazu verwendeten Mittel. Es ist erstaunlich, was man über den Inhalt hinaus durch diese Analyse so alles erfährt.

Ich lerne ja immer gern dazu und möchte meinen Blog verbessern. Daher besuche ich von Zeit zu Zeit die Topliste der deutschen Buchblogger und schaue mir die Top-Favoriten bzw. die besonders schnellen Aufsteiger an. Und da fällt mir immer wieder auf, dass die Blogs mit Bildern nur so gespickt sind. Zum Beispiel enthalten die Rezensionen Bilder des Buches von vorn, von hinten, von oben, etwas necksich von der Seite und eventuell noch mit einem Kuscheltier. Dazu viel bunt und möglichst auffällig.

Um es aber mal klar zu sagen, es geht dabei nicht um Bilderbücher. Warum kann ein Blog, bzw. um es noch einmal zu betonen ein Bücher-Blog, nicht allein mit Text erfolgreich werden. Geht es in den Rezensionen, Bewertungen und anderen Blog-Artikeln nicht um die Vermittlung von Informationen? Sind die Blog-Besucher keine Leser? Leser von Lesen, nicht Gucken.

Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich, um mehr Leute anzuziehen, mehr Bildchen zwischen meine Texte streuen sollte. Aber das wäre dann nicht mehr mein Blog. Das wäre nicht ich.

Ich freue mich also über Jeden, der sich hierher verirrt und liest. Gucker folgen bitte diesem Link.

Du sollst nicht auf euphorische Online-Reviews und positive Amazon-Rezensionen hereinfallen!

Ich hätte es wissen können. Christine Wunnickes Buch „Katie“ ist einfach zu viel gelobt worden. Natürlich interessiert mich ein Buch, in dem die Entdeckung der Kathodenstrahlen eine Rolle spielt. Aber es ist immer auch eine Frage, wie die Geschichte erzählt wird. Und in diesem Falle ist sie miserabel erzählt. Zu viele Geister, Piraten und Schränke. Leider! Das geht besser. Man kann Wissenschaft spannend literarisch verarbeiten, ohne Showeffekte und Geschwurbel. Ich möchte da nur auf Neal Stephensons „Quicksilver“ verweisen.

Also, Finger weg von Katie!