Ich habe letztens mal wieder in einem Klappentext gelesen, dass das nämliche Buch auf der Kandidatenliste irgend eines Preises stand.

Es gibt doch heutzutage schon genug Literatur- und Buchpreise. Ist es da nötig, dass zu jedem noch eine Longlist, eine Shortlist und eine Kandidatenliste veröffentlicht wird? Lassen sich Bücher nur noch verkaufen, wenn ihnen der Geruch der Preiswürdigkeit anhängt? Lassen die Leser Bücher links liegen, die nicht irgendwann mal im Zusammenhang mit irgendeinem Preis erwähnt wurden? Oder ist es nur eine Selbstbeweihräucherung der Bucherzeugungs-, -produktions- und -vertriebsmaschinerie?

Ich wurde und werde immer wieder und immer häufiger von preisträchtigen Büchern enttäuscht. Somit haben für mich die Listen eher den Mehrwert, zu zeigen, was ich nicht lesen sollte.

Daher sollte ich um noch mehr Preise und Listen bitten, um den Dschungel der (Neu)Veröffentlichen besser auszuholzen. Oder macht einen Preis, der nicht mit einem Preis gewürdigten Bücher. Dem würde ich sofort vertrauen.