Die einen lesen G.R.R. Martins „Ein Lied von Eis und Feuer“. Andere schauen die Fernsehserie „Game of Thrones“. Und dann gab es noch die Gruppe von Leuten, die sich im Oktober 2015 zusammensetzten, um kulturwissenschaftliche Perspektiven von Buch und Show zu diskutieren. Auf Grundlage dieser Diskussionen entstand der Band Die Welt von »Game of Thrones«: Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf George R.R. Martins »A Song of Ice and Fire«“ von Markus May et al. Inhaltlich schlägt er einen weiten Bogen von Politik, Religion und Mythen über die Darstellung von Kindheit und Jugend, Filmmusik und Schwertkämpfen bis zu Computerspielversionen und die Darstellung von Sex und Nacktheit.

Wie es sich für ein deutschsprachiges wissenschaftliches Werk gehört, ist nicht jeder Beitrag leicht und flüssig lesbar. Mancher Beitrag ist sehr nah am Thema, andere berühren es nur peripher. Es ist alles in allem keine leichte Lektüre. Aber ich habe einiges erfahren, das mir so bisher nicht aufgefallen bzw. bewusst war. Und einiges Neues gelernt, wie zum Beispiel über Filmmusik, über das ich mir bisher keine Kopf gemacht habe.

Ja, doch, die Lektüre lohnt sich.

P.S. Einer der Autoren verwies auf ein Musikvideo, welches sehr schön zum Thema passt.