Ich kaufe ja Bücher nicht, weil ich sie alle benötige, sondern weil ich mir ausmale, wie herrlich es sein wird, sie demnächst – sagen wir: eines Tages, zu lesen.

Durs Grünbein in „Die beste Buchhandlung der Welt“, S. 101f.

Ich lebe unter sehr vielen Büchern und beziehe einen großen Teil meiner Lebenslust daraus, dass ich die meisten von ihnen noch lesen werde.

Elias Canetti in „Aufzeichnungen 1973-1984“

Während jeder normale Mensch weiß, dass er keine Sinfonie komponieren kann, meinen nicht wenige, sie könnten Romane schreiben.

(Rachel Cusk in „The Guardian“ via Raben-Kalender 18.10.2014)

The three practical rules,
then, which I have to offer, are, –

  1. Never read any book that is not a year old.
  2. Never read any but famed books.
  3. Never read any but what you like.

Ralph Waldo Emerson

(gefunden im Raben-Kalender 30/06/2013)

Wer mehr als 1 Dutzend ‚Gesamtausgaben‘ besitzt, ist ein Charlatan ! – Oder aber : er hat sie nicht gelesen.

(Arno Schmidt „Die Gelehrtenrepublik“, BA I/2, S. 317)

Auf dem „Dringend lesen!“-Stapel liegen 78 Bücher, drum herum weitere drei- bis vierhundert. Und böse Menschen schenken mir immer neue Bücher, und wenn sie besonders böse sind, dann schenken sie mir auch noch interessante Bücher.

(Helmut Krausser, Tagebuch des Januar 2001, 01.01.2001)

Den Geisteswissenschaften wurde es zum Ver­hängnis, daß sie ohne großen materiellen Aufwand betrie­ben werden können. Wenn die Eintreibung von Drittmit­teln zum Qualitätskriterium einer Wissenschaft wird, wird der zum Versager, der solche Mittel gar nicht benötigt, weil ein Kopf zum Denken genügt. Ein kleines geisteswissen­schaftliches Institut, das kaum mehr kostet als ein Professor und seine Assistenz, aber nur wenige Absolventen aufzuwei­sen hat, muß deshalb aus Kostengründen geschlossen wer­den; die paar hundert Millionen Euro, die für ein schlecht geplantes Technologieinstitut so nebenbei in den Sand ge­setzt werden, fallen demgegenüber nicht weiter ins Gewicht.

(Konrad Paul  Liessmann „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“, S.125)